Ärzte über Griechenland 

Hier sind Menschen in einem Zustand, wie ich es in meinem Leben noch nicht gesehen habe“, sagt Simonnot. Immer mehr Schwangere könnten es sich nicht mehr leisten, ins Krankenhaus zu gehen, und viele Diabetiker müssten sich entscheiden, ob sie sich Insulin kaufen – oder etwas zu essen. Die Organisation spricht von einer vollständigen Verletzung der Menschenrechte in Griechenland.

SPON

 

Projekt Schwarze Null: Erfolgsbilanz 

Investitionsquote in Prozent / BIP
Deutschland 2,2
OECD 3,3

„Durchschnittliche Investitionslücke“ von 1999-2012
75 Milliarden Euro

Kommunaler Investitionsstau bis 2015
136 Milliarden Euro

Geschätzter Investitionsrückstand zwischen 2003 und 2012
(Industrie- und Handelskammertag) 
600 Milliarden Euro

Berliner Zeitung

Postfaktische Fake-Polls

Vor wenigen Tagen hatte eine Umfrage des Institutes Insa für Aufmerksamkeit gesorgt. Demnach verwies die SPD (31 Prozent) die CDU (30 Prozent) erstmals seit Jahren auf Platz zwei der Stimmungsskala. In den vergangenen zwei Wochen hätte die SPD demnach eine Kletterpartie von zehn Prozent hingelegt.

Ein Kollege aus der Szene meint:

Ich glaube das nicht wirklich.

Klaus-Peter Schöppner ist Geschäftsführer von „Mentefactum“, einem Konkurrenzunternehmen. Die Kompetenzwerte der SPD, sowie deren Schwäche im Osten und im Süden machten derartige Ergebnisse eigentlich unmöglich, findet er.

Hinzu kommt, dass die Insa Umfrage tatsächlich die einzige ist, die derartige Peaks für die SPD erkennen kann.

Wie kann es also dazu kommen, dass die Werte eines bestimmten Institutes derartig von den anderen abweichen? Die Berliner Zeitung hat gebohrt und wir lernen etwas über die Umfragebranche:

„Insa wird verdächtigt, die ohnehin guten Umfragewerte der SPD noch etwas hochzujazzen, um selbst ins Gespräch zu kommen. Die Kollegen von Forsa, so heißt es, hätten es früher ähnlich gehalten. Zuletzt gab es große Abweichungen zwischen Umfragen und Wahlergebnissen.“

Berliner Zeitung

Berliner Jobwunder?

Die Zahl der Beschäftigten in Berlin ist auf 1,89 Millionen gestiegen, dem höchsten Wert seit 1990.

46.200 Personen gehen heute mehr arbeiten, als noch vor einem Jahr. Diese Jobs entstehen fast ausschließlich im Dienstleistungsgewerbe, während die Zahl der Beschäftigten im verarbeitenden Gewerbe leicht gesunken ist.

39 Prozent aller Berliner Beschäftigten sind atypisch beschäftigt (Minijobs, Teilzeit, Befristung, Leiharbeit). 115.000 Erwerbstätige beziehen Hartz 4, darunter arbeiten 16.000 Vollzeit.

Berliner Morgenpost

Working Poor

Bundesweit sind 1,2 Mio. Erwerbstätige trotz Arbeit auf Hartz 4 angewiesen. Das hat der DGB untersucht. Als großes Problem erweisen sich Minijobs, die sich keineswegs als „Brücke in den ersten Arbeitsmarkt“, sondern als „Klebefalle mit großem Armutsrisiko“ (Doro Zinke, DGB) herausstellen.

Besonders betroffen sind Frauen, die nach der Babypause via Minijob den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt suchen.

Berliner Zeitung