Davos Risikobericht: Wachstum reicht nicht mehr aus

Vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos haben die Veranstalter einen globalen Risikobericht veröffentlicht. Demnach werden drei Risiken besonders großen Einfluß auf die globale Entwicklung der kommenden zehn Jahre haben:

  • zunehmende Ungleichheit
  • gesellschaftliche Polarisierung
  • wachsende Umweltgefahren

Mehr Wachstum könne diese Probleme nicht lösen. Nötig seien tiefgreifende Reformen, die zu mehr Solidarität innerhalb von Gesellschaften führen. Zwar hätten auf globaler Ebene die Ungleichheiten zwischen den Ländern abgenommen. Dafür ginge die Schere innerhalb der jeweiligen Länder immer weiter auseinander.

Besondere Bedeutung sieht der Bericht in der Verbindung von Bildung und technologischer Entwicklung.

Berliner Zeitung

Köln

„Am Hauptbahnhof haben wir mehrere Hundert Personen, die augenscheinlich aus Afrika stammen, festgestellt. Diese werden nun auf dem Breslauer Platz kontrolliert. Ihre Identität wird festgestellt und dabei auch der ausländerrechtliche Status überprüft“

Polizei Köln 

In anderen Ländern ist racial profiling verboten. 

Paramilitärs in Polen

Das polnische Verteidigungsministerium errichtet gerade ein Netz paramilitärischer Einheiten. Bis 2019 sollen 50.000 Privatpersonen unter Waffen stehen. Teilnehmer erhalten 500 Zloty (110 Euro) pro Monat.
Was die Bewaffnung betrifft, so hat Verteigungsminister Antoni Macierewicz sehr konkrete Vorstellungen: 

Zum Beispiel mit manuellen Raketengewehren. Es geht auch um Aufklärungsdrohnen, auch um Kampfdrohnen. Und um persönliche Schusswaffen, die jeder Soldat mit sich führt. Wir wollen in jeder Einheit eine Cyber-Einheit haben. 

Offiziell will das Verteidigungsministerium Polen vor einer russischen Invasion schützen. Kritiker befürchten den Einsatz der Paramilitärs gegen oppositionelle Kräfte. Eine schwammige Antiterrorpassage kennt das entsprechende Gesetz bereits:

Ziemlich weit hinten, in Paragraf 60, Punkt 8, heißt es, dass Soldaten der territorialen Verteidigung, also die Paramilitärs, auch im Anti-Terror-Kampf eingesetzt werden können. Und wer bestimmt in einem solchen Fall, wer ein Terrorist ist? 

Das reguläre polnische Militär verfügt über 100.000 Angehörige. 

Die Zeit

Bologna „krachend gescheitert“

In Sachen „Bologna Prozess“ wird gerade die Ernte eingefahren. Eine Allensbach-Befragung unter 1.200 deutschen Hochschulprofessoren ergab, dass die Reform

  • zu mehr Bürokratie,
  • inflexibler Lehre, sowie
  • unselbständigem Denken unter Studenten

geführt hat.

Ausserdem empfindet die Mehrheit der Befragten die Idee der Exzellenzinitiative und die Genehmigung neuer Studiengänge durch Agenturen als Bullshit.

Generell empfinden die Profs Bologna als „krachend gescheitert“.

Das Argument, Bologna würde das Bildungssystem effizienter für den Arbeitsmarkt machen, hatte sich vor wenigen Wochen schon zerschlagen. Das Ifo Institut hatte 1.000 Unternehmen repräsentativ befragt, von denen ein Drittel angab, die Ausbildung der Hochschulabsolventen habe sich verschlechtert.

Sie sehen bei den jungen Mitarbeitern Defizite bei der Selbstständigkeit, der Problemlösungskompetenz, dem Abstraktionsvermögen, der Fähigkeit zur Selbstreflexion, dem Grundlagenverständnis und der Allgemeinbildung.

FAZ; Spon